Das lebendige Gespräch Seiten 17-28

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IM: Generell wurde in den spirituellen Praktiken verschiedener Religionen besondere Aufmerksamkeit dem Thema der Erlösung von illusorischen Bildern gewidmet.  D. h., sowohl im Christentum wie auch im Islam, auch im Buddhismus und in den älteren Religionen wurde besonders betont, dass es vor allem in den spirituellen Praktiken keine dreidimensionalen Bilder geben soll.

 

Zh: Ja, es gibt hier einen Unterschied. Wenn du z.B. das erste Mal davon hörst oder darüber liest, empört sich dein Bewusstsein: „Wie das denn?! Warum sollte es keine Bilder geben?!“  Ganz anders ist es, wenn du es aus der Praxis weiß, warum es keine Bilder geben sollte. Wenn du bereits dein eigenes Verständnis im Sinne der Erfahrung hast, warum es genau so geschieht.

 

T: D.h., alle diese Erwähnungen in der religiösen Literatur werden verständlich, wenn du selbst praktizierst.

 

Zh: Ja, gerade die eigene Erfahrung bringt dieses Verständnis. Du weißt es bereits - nicht vom Hörensagen - welche Prozesse das sind, und auf welche Weise sie dich vom Wichtigsten ablenken. Darüber gibt es mehr als genügend Hinweise. Z.B. im alten persischen Traktat über Suphismus - das Buch von Alī ibn Uthmān Hudschwīrī „Die Enthüllung des Verschleierten“ gibt es einen Ausdruck des islamischen Theologen des IX. Jahrhunderts Junayd al Baghdadi: „Wenn Gott mir sagt: „Schaue mich an“, antworte ich: „Ich schaue dich nicht an“, da es in Augenliebe etwas anderes ist (nicht Gott)... In dieser Welt ist es für mich gewöhnlich geworden, Ihn ohne Augen zu sehen. Werde ich auf die Hilfe meiner Augen im Jenseits zurückgreifen?“

 

Das ist interessant, wenn du bereits in der Praxis verstehst, dass du, um Gott in der Tiefe der Seele zu fühlen, weder Augen noch irdisches Gehör, noch irgendwelche illusorische dreidimensionale Bilder brauchst. Weil das wie Störungen vom Bewusstsein, vom System sind. Das ist das, was stört.

 

IM: Ja

 

T: Auch im Christentum gibt es viele Hinweise darauf. Der Mensch darf sich nicht verführen lassen indem er sich illusorisch das Geistliche vorstellt. Die heiligen Väter haben gewarnt, dass der Verstand eine Fähigkeit hat zu träumen. Er kann sehr leicht die illusorischen Bilder ausmalen. Um von ihm keinen Schaden zu erleiden, sollte man ihn farblos, unsichtbar und frei von Bildern halten. Z. B. im fünften Teil des Buches „Philokalia“ schrieb der Heilige Gregor vom Sinai... 

 

IM: ...Nun, für diejenigen die ihn nicht kennen, er war ein orthodoxer Heiliger des XIII. Jahrhunderts, der auf dem Athos die Praktik des Jesusgebetes wiederbelebte.

 

T: Ja, absolut richtig. Er war einer der ersten Hesychasten...So schrieb er auch darüber, wenn du während deiner Handlung (Anmerkung des Übersetzers: hier ist die spirituelle Praktik gemeint) entweder Licht oder Feuer siehst, egal ob außen oder in deinem Inneren oder irgendeinen Antlitz, z.B. Jesus Christi, eines Engels oder jemanden anderen, nimm es nicht an, um keinen Schaden zu erleiden. Bilde dir selbst nichts ein, lausche den Einbildungen nicht, lass deinen Verstand sie nicht als Eindrücke nutzen. Da alles das, was man sich vorstellt und einbildet, der Verlockung der Seele dient.

 

IM: Viele Heilige sagten bereits vor der Zeit von Gregor von Sinai, dass man während der spirituellen Praktik im Verstand keine Bilder und keine Gedanken halten darf. Das ist nicht wichtig, ob die Gedanken gut oder schlecht sind. Sogar wenn sie nicht schlecht sind, darf man sich nicht auf sie konzentrieren. Dein Aufruf, d.h. deine Aufmerksamkeit soll auf das innere Wesentliche d.h., auf die sinnliche Wahrnehmung der Geistlichen Welt gerichtet werden. 

 

T: Das ist für die Praktizierenden sehr wichtig… die Information über die Gedanken, egal ob sie gut oder schlecht sind. Das sind Gedanken! Die Menschen verstehen diesen Moment nicht. Sie sagen: „Wenn während der Meditation zu mir gute Gedanken kommen, ist es doch nichts Schlimmes? Sie sind doch gut“. Das ist am ehesten die Folge dessen, dass in einer Religion etwas so gesagt wird, in der anderen- etwas anderes, im Allgemeinen… man sagt...  Derjenige, der nach seinem Weg sucht, sucht nach ihm überall. Das Bewusstsein beginnt hier alles miteinander zu mischen, daher stammt dieses Unverständnis. Ohne das Wissen ist es für Menschen sehr schwer sich zurechtzufinden, was was ist.

 

IM: Egal was du mit deinen Gedanken machst, es ist so, als ob man mit einer Tasse einen Ozean schöpfen würde. Es ist sinnlos. Du wirst nie die Erkenntnis bekommen, wenn du mithilfe deiner Gedanken zu Gott gehst. Der Gedanke ist ein Element des Bewusstseins. Das Bewusstsein ist ein Teil dessen, den die Menschen Iblis oder Diabol nennen. Wie kann man mit einem Instrument, das vom Teufel gegeben wurde, Gott erkennen? Nirgendwie. Darum sagte man: lausche nur mit dem Herzen. Lasse deinen Gedanken nicht ins Gottes Sakrament. Sonst wird dies nicht Gottes-, sondern Teufels Sakrament sein. Darin liegt der Sinn. Darüber sprachen die, die es erkannten.

 

Nun erzählten andere aber genau das Gegenteil: „Es sollte Reinheit und Konzentration des Verstandes sein. Stimme dein Verstand in den Praktiken auf die guten Gedanken ein. Nimmt alles Gute war, da der Verstand (das Bewusstsein) sich in zwei Kategorien unterteilt: in das Gute und in das Schlechte. Damit alles in deinem Leben gut sein sollte, muss man trennen: du nimmst das Schlechte nicht wahr und nur das Gute. Das Schlechte wird dich attackieren, sobald du dich vom Guten ablenkst. Die schlechten Gedanken kommen wieder und werden dein Bewusstsein ergreifen. Deshalb sollte man den eigenen Verstand in der Reinheit halten und sich nur auf gute Gedanken konzentrieren und immer über etwas Gutes denken. Zunächst ist es schwer, dann wird es besser, besser und besser“. Es gibt solche Religionen, die den Menschen so etwas beibringen. Ihre Meditation beschränkt sich darauf, dass du die Aufmerksamkeit entweder auf den Gedanken oder auf Gedankenlosigkeit konzentrieren sollst.

 

Wisst ihr womit ich es vergleichen würde? Ich würde es vergleichen… Nichts für Ungut gesagt. Ich behandle alle Religionen gut. In jeder Religion gibt es Kerne und in jeder Religion, egal, wie sie ist, wird auf den Weg hingewiesen. Was weiter geschieht - kommt auf die Menschen an. Warum sage ich das alles? Diese Praktiken würde ich mit einer Schmerztherapie bei der Entwicklung einer tödlich gefährlichen Krankheit vergleichen. Der Mensch nimmt die Schmerzmittel an, fühlt sich besser, befriedet, praktisch gesund, während die tödliche Krankheit immer weiter fortschreitet und unvermeidlich zum Tode führt. Warum? Weil der Schmerz gestillt wird, es wird aber nicht behandelt. Deshalb schreitet die Krankheit frei und unsichtbar voran. Das ist nicht richtig.

 

Jede Arbeit mit dem Gedanken ist lediglich ein Getue im Sandkasten, im materiellen dreidimensionalen Sandkasten. Egal ob du etwas Schlechtes oder etwas Gutes denkst, du denkst, du begreifst dabei nicht das Tiefere. Ich würde es noch damit vergleichen: du kommst zum See und bewunderst seine spiegelglatte Oberfläche. Hast du diesen See, seine Tiefen, seine Gewässer erforscht? Solange du nicht hieintauchst, wirst du nichts erfahren. Um zu erfahren, was sich in diesen Gewässern befindet, musst du in den See tauchen. Man kann natürlich auch das Gewässer anschauen und darüber reden, was auf der Oberfläche schwimmt. So wirst du nicht erfahren, wie dieser See wirklich ist. Ungefähr so.

 

Zh: Ja, alle diese Bilder gleichen der Illusion auf diesem See, wie die Ausdünstungen an einem heißen Tag. Hier gibt es so einen Moment, dass das Bewusstsein alles anbietet, was ihm bekannt ist. Es täuscht immer. Es denkt immer etwas aus. Es verzerrt immer und malt etwas Scheinbares dazu. Alles das ist, um den Menschen zu verlocken. Das Bewusstsein holt aus der Rumpelkammer seines Gedächtnisses alles, was es weiß, alles was dazu passt. Das passiert nur dann, wenn der Mensch am Ufer steht und sich nicht traut dieses Gewässer, diesen See zu betreten, d.h., wenn er sich nicht fortbewegt. Die Bilder ziehen die Aufmerksamkeit an. Die Aufmerksamkeit dessen, der diesen See sucht, ziehen diese Bilder an.  Denjenigen aber, der bereits die Tiefe erkennen will, der in diesen See tauchen will, beginnen die Bilder zu stören.

 

IM: Absolut richtig. Wie wir es bereits besprochen haben, lenken die Bilder ab. Die stimmen die Persönlichkeit umgekehrt… Was geschieht? Lasst uns einfach ein Bild betrachten. Das Bild ist immer dreidimensional. Es assoziiert sich mit etwas für unser Bewusstsein Gewohntem in der Dreidimensionalität. Für die Persönlichkeit… Die Persönlichkeit nimmt nicht nur die Dreidimensionalität wahr.  

 

T: Sie ist aber hier, in der Dreidimensionalität nicht aktiv, ja?

 

IM: Ja, die Dreidimensionalität nimmt die Persönlichkeit nur durch das Bewusstsein wahr. Sie selbst kann nicht diese dreidimensionale Welt so wahrnehmen, wie wir sie durch das Bewusstsein in Bildern wahrnehmen. Das bedeutet, dass jedes Bild unbedingt durch das Bewusstsein, d.h. durch ein Zwischenglied kommt.

 

Kann der Mensch die Geistliche Welt mithilfe des Bewusstseins betreten? Nein. Die Information aber, z.B. das Wissen, wird in erster Linie in der Dreidimensionalität verbreitet. Wenn der Mensch fühlt, dass dieses Wissen wahr ist, beginnt er mit Hilfe des Bewusstseins an sich zu arbeiten und sich zu befreien. Hier funktioniert das Bewusstsein als ein gewisser Vermittler, der sich selbst zerstört.

 

Darin unterscheidet sich das Wissen in seiner Reinheit vom verzerrten Wissen. Das wahre Wissen ist immer einfach und zeigt den Weg, nicht mehr. Es enthält in sich die Reinheit, die die Persönlichkeit fühlt. Das behält immer die Kraft, die vom Geist stammt. Genau diese Kraft geben die Propheten oder der, der in ihnen spricht, weiter. Man kann sie die Verkünder nennen. Wenn das Wissen verzerrt wird, lockt es den Verstand an, nicht aber die Persönlichkeit. Die Persönlichkeit kann angelockt werden, wenn das Wissen teilweise verzerrt ist, d.h., wenn die Verzerrungen geringfügig sind und das Wesentliche des Gesagten erhalten bleibt. Diese Verzerrungen sind gefährlich, sie lenken ab. Gleichzeitig behalten sie wenigstens ein wenig des Wesentlichen und der inneren Kraft, die das Wissen mit sich bringt. In diesem Fall hat die Persönlichkeit immer noch eine Chance sich zu befreien. 

 

Wenn aber Bilder weitgehend aktiv werden, wenn die Gier nach Magie hinzukommt.… Das Bild ist in erster Linie die Dreidimensionalität. Hinter der Dreidimensionalität versteckt sich immer Gier nach Magie, nach materiellen Gütern, nach Kraft usw. Darüber sprachen diejenigen in jeder Religion, die diesen Weg gegangen sind und es verstanden haben. Warum haben sie ihren Lehrlingen geraten, sich als erstes von allem Irdischen zu befreien? D.h., sie sollten sich von den Bildern während der spirituellen Praktik befreien und mit ihrer ganzen Seele, mit dem „ganzen Herzen“, wie sie die Persönlichkeit nannten, nach Gott streben. Das bedeutet, dass man mittels sinnlicher Wahrnehmung nach der geistlichen Welt, nach der Verschmelzung, nach der Einigung mit jener Welt strebt. Dann gibt das Bewusstsein auf.

 

Ich betone es nochmals, dass das Bewusstsein hier als Vermittler dient. D.h, wenn der Mensch die Freiheit nicht erlangte, ist er von der Dreidimensionalität abhängig, dann kann man mit ihm nur durch sein Bewusstsein reden. Gerade hier ist es wichtig, was und wie gegeben wird. Wenn das Wissen rein ist und alles ehrlich, wie man sagt, ohne Verzerrungen geschieht, wird das Wissen übergeben und kommt an die Persönlichkeit an. Der Mensch fühlt es. Das Erste, was der Mensch meistens wahrnimmt, ist die Empörung seines eigenen Bewusstseins. Das Bewusstsein beginnt sich zu entrüsten, der Mensch fühlt aber. Dieses Gefühl der Aufrichtigkeit überwindet die Unlust des Bewusstseins in der Erkennung dieser Wahrheit. So wird... die Wahrheit selbst geboren.

 

T: D.h., das Bewusstsein manipuliert oft den Menschen und täuscht ihn genau mit Hilfe der Bilder. Z.B. du triffst einen Menschen, sein Aussehen, sein Erscheinungsbild erzeugt in deinem Bewusstsein einen Eindruck über ihn, ein Bild von ihm. Das Bewusstsein malte dir irgendein Musterideal oder umgekehrt, dass „alles schlecht ist“. Dann, während des gemeinsamen Lebens oder der gemeinsamen Arbeit mit diesem Menschen zerstört dein Bewusstsein dein Ideal, deine Illusion. Warum? Weil dein Bewusstsein erfahren hat, was das Bewusstsein dieses Menschen sagt. Unbewusst fühlt sich der Mensch zum geistlichen Teil vom anderen Menschen angezogen, hier mischt sich aber das Bewusstsein ein, und dreht alles wegen des Hochmuts und der Machtgier über die Seinesgleichen um. Wenn du aber an dir selbst arbeitest und andere Wahrnehmung, die Tiefgefühle lebst, unterscheidest du dann die Wahrheit von der Lüge, alle diese Täuschungen werden sichtbar. D.h., dein Bewusstsein sagt dir eins, du fühlst aber bereits etwas ganz anderes.  

 

Zh: Ja, und du verstehst, dass in der Dreidimensionalität das lediglich die Bilder sind, die in deinem Bewusstsein nur existieren, wenn du sie selbst mit deiner Aufmerksamkeit speist.

 

T: Ja, unsere gesamte Gesellschaft wurde nach den Regeln des Hochmuts und der Macht über den Seinesgleichen aufgebaut. Alles dient der Dominierung des Bewusstseins… Alles basiert auf Bildern, auf imaginären Vorstellungen über sich selbst, über die Menschen und über die Welt als Ganzes. Das Fernsehen, das Internet… die Firmen, die Organisationen, die Werbung - überall sind die Bilder akzentuiert. 

 

IM: Ein Bild ist das Instrument der Magie.

 

T: D.h., wenn im Menschen das Bewusstsein dominiert, kann das Bild der Versklavung dienen, da das Bild etwas Gewohntes ist. Das ergibt das Verständnis, dass bei der Suche nach dem Weg zu Gott man sich nicht auf die Bildern konzentrieren darf.

 

IM: Ganz genau. Nehmen wir z.B.  Inkulturation. Was ist eine Inkulturation? 

 

T: Das sind doch fast nur Bilder… Das ist das Anpassen einer neuen Religion an die Kultur der einheimischen Völker und das Ersetzen der traditionellen Religion durch eine neue. 

 

IM: Absolut richtig. Nehmen wir das Christentum. Was geschah, als man begann das Christentum zu verbreiten?

 

T: ...Die bestehenden Bilder wurden durch andere ersetzt. Aus der Geschichte sind die ersten kirchlichen Versuche in Inkulturation des Christentums bekannt… Es fing mit den Predigten von Paulus an, als er versuchte die neue Religion unten den Griechen und Römern zu verwurzeln. Wie wurden die katholischen Kirchen von den Missionären in verschiedenen Ländern gestaltet, als das Christentum bereits als offizielle Religion anerkannt wurde (zunächst als eine und später als mehrere zersplitterte Organisationen)? So, dass sie der einheimischen Kultur ähnelten.

 

IM: Ja, das ist richtig.

 

T: Was wurde z.B. auf den Ikonen abgebildet? Wieder Figuren… die Abbilder von den Hauptpersonen der Bibel: von Jesus, von Jungfrau Maria, von Aposteln. Interessant aber ist, wie sie abgebildet wurden. Ihre Gesichtszüge hatten phänotypische Besonderheiten der einheimischen Völker.

 

IM: Absolut richtig. Sie hatten begonnen, in ihrer missionarischen Tätigkeit bestimmte Auswechslungen einzuführen. Zum Beispiel, Jesus oder Maria wurden in afrikanischen Ländern als Dunkelhäutige abgebildet. Das war das gewohnte Bild, das nicht abstoßen würde.

Warum? Weil die Weißen von der Mehrheit des Volkes nicht akzeptiert wären. Nur einzelne Menschen, die fühlten, dass in dieser Religion die Kerne der Wahrheit enthalten sind, konnten mitgehen… Da eine religiöse Organisation in erster Linie eine Organisation ist, für die die Teilnahme der Menschenmassen wichtig ist, wurden derartige Auswechslungen vorgenommen, bei denen die Heiligen als Dunkelhäutige dargestellt wurden. Sie waren der afrikanischen Bevölkerung nah und konnten wahrgenommen und leicht akzeptiert werden.

 

Die Inkulturation zeigte sich nicht nur im Austausch von Bildern, sondern auch von Feiern bestimmter Religionen, die durch das Christentum ersetzt wurden. Die kultischen Rituale der auf diesen Territorien dominierenden Religionen wurden teilweise ins Christentum übernommen. Auf diese Weise wurden die Menschen, die auf diesen Territorien, wo das Christentum eingeführt wurde, lebten, angelockt. Die Einführung des Christentums erfolgte im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Т: Ja, es gibt viele Beispiele… selbst die altslawische Weihnachtszeit, welche man unter dem Einfluß des Christentums mit den Weihnachtsritualen zu verbinden anfing, deren Attribute die Kerze, als das Lebensfeuer des Menschen und der Spiegel waren. Nicht nur im Christentum gibt es solche Feiertage, die aus den altertümlichen Religionen übernommen wurden.

 

Zum Beispiel wird in den Mittelasiatischen Ländern, wo man sich zum Islam traditionell bekennt, Nouruz gefeiert, was das Neue Jahr bedeutet. Das ist einer der altertümlichsten Feiertage. Er wird in der Nacht kurz vor dem Tag der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche gefeiert. Es ist interessant, dass dieser Feiertag jährlich zu Ehren der Feierlichkeiten der Auferstehung aus der Erde des guten Geistes, Träger des Lichtes, und der Niederlage des bösen Geistes gefeiert wird, fast wie das moderne Ostern. Noch bemerkenswert ist, dass einige der Hauptattribute auf dem Tisch - die Kerzen, der Spiegel und gefärbte Eier sind. Sie alle haben eine symbolische Bedeutung, und diese ist mit der geistlichen Interpretation dieser Symbole verbunden. Zum Beispiel, die Kerze ist das innere Feuer des Menschen, seine Lebenskraft. Das Ei symbolisiert die Entstehung des Geistlichen Lebens des Menschen. Der Nouruz Feiertag wurde noch in der Epoche der Blüte der altertümlichen Religion Zoroastrismus gefeiert, welche sowohl dem Christentum, als auch dem Islam vorausging. 

                                            

VIDEO №5

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„Das Leben kann nicht vorübergehend sein, vorübergehend ist nur die Existenz“.

Rigden JJappo

 

Diese ganze vorübergehende Welt ist eine Illusion der Spiegel-Kreuzungen, welche mit der falschen Schatten-Realität die Aufmerksamkeit des Menschen ergreift, mit ihrem Spiel gegenseitiger Anschauung. Es sind mehrere Spiegelreflexionen, die das Wesen der illusorischen Welt bilden, die Welt vieler Pseudokopien. Beim Drehen verzerren diese Spiegel nur das widergespiegelte Licht, die ihrem Wesen nach kein solches Licht sind. Die Illusion entsteht wegen des Anreizes des Menschen von den Wünschen dieser Welt, wegen seiner Unlust in die echte Realität einzudringen. Es gibt mehr Reflexionen und sie ziehen den Blick des Menschen an, um seine Aufmerksamkeit auf das Sterbliche zu konzentrieren. Der wahre Ursprung (Einstreuung der Allat-Kraft) wurde mit der brennenden Kerze verglichen. Es wurde erwähnt, dass, sobald die brennende Kerze verschwindet, alles Sichtbare verschwinden und zum Nichts werden wird. Die Kerze bedeutet ein ständiges Brennen, die Spiegel bedeuten eine ständige Reflexion. Alles ist Reflexion von etwas, die Folge und der Grund. Was zieht am meisten die Aufmerksamkeit des Menschen in seinem Leben an: entweder das Spiegelspiel vieler Reflexionen der materiellen Welt oder die wahre geistige Quelle - zum Teil derer der Mensch wird. Nur derjenige, wer sich nicht an das Sichtbare bindet, sorgt sich über die Seele. („Die ureigene Physik ALLATRA“, allatra-science.org).

 

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Т: So geschieht es auch in der Geschichte… die ständigen Neuerungen des gut vergessenen Alten, wenn eine Religion die andere ersetzt, dabei jedoch ihre Einzigartigkeit beansprucht.

 

IM: Wiederum, ist es gut oder ist es schlecht? Einerseits kann man sagen, es ist schlecht, und andererseits, wenn man genauer hinschaut — was ist Schlechtes dabei? Eine Religion wurde durch eine andere ersetzt. Der Mensch hat das Recht zu wählen, wem er dienen will und wie er sich benimmt. Und wiederum, wer macht das? Die Menschen. Wodurch? Durch ihr Bewusstsein. Wofür? Um ihren Glauben zu verbreiten. Das heißt aus dem guten Bewegungsgrund verwendeten sie bestimmte Instrumente der Dreidimensionalität, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

 

Darüber, ob es gut oder schlecht ist, kann jeder selbst urteilen. Ich zum Beispiel sehe nichts Schlechtes darin. Einerseits war es, als ob sie die bestehenden Religionen durch eigene Religionen ersetzten. Das sind Organisationen. Wenn wir hier mit einer beliebigen Organisation parallelen ziehen… Nehmen wir zum Beispiel eine Organisation, welche Sportbekleidung herstellt. Überall sehen wir eigene Firmenlogos, Popularisierung, Werbung eigener Kleidung. Wenn es in einer bestimmten Region irgendeinen berühmten oder bekannten Menschen gibt, so würde es genügen, ihn in sportliche Kleidung aus eigenen Produktion zu kleiden, die Menschen würden ihn nachahmen. Das ist natürlich. Wir kehren wiederum zu den Primaten zurück, dazu, wie das Bewusstsein funktioniert.

 

Es wurde lediglich ein Instrument des Bewusstseins verwendet. Von wem wurde es verwendet? Von Menschen, die sich in erster Linie darum sorgten, dass ihre Organisation blüht und sich ausbreitet, ebenso, wie zum Beispiel die Organisation, welche mit der Sportbekleidung handelt oder diese herstellt. Also, was will man sonst von Menschen erwarten? Ist das gut oder schlecht? Für eine Organisation ist es gut, und für die Menschen, die dieses Wissen bekamen? Wenn sie dieses Wissen bekamen und es nicht benutzten? Wie ich bereits sagte, es gibt keine schlechten Religionen. Alle Religionen sind gut. In jeder beliebigen Religion, wie in jeder beliebigen Organisation, gibt es schlechte Menschen, die gerade dem Entgegengesetzten dienen, nicht der eigenen Religion und jenen Lehren entsprechend, die in dieser Religion benannt sind. Diese Menschen sind lediglich Sklaven des Systems, sie sind lediglich Sklaven des Teufels, was will man machen? Die Menschen sind auch nur Menschen.

 

Т: Ja, leider leben wir in einer Konsumgesellschaft, wo der natürliche geistliche Weg für jeden Menschen bestenfalls mit Rahmen dieser oder jener lokalen Religion beschränkt ist. Die Religionen sind im Rahmen irgendwelcher Organisation eingeschlossen. Ihre Popularisierung in einer solchen Gesellschaft - in der Konsumgesellschaft, geht nicht durch die sinnliche geistliche Wahrnehmung der Menschen, sondern durch die Erscheinungsbilder, durch die vom Bewusstsein stammenden Wünsche. Nun, deshalb gibt es bis heute so eine Erscheinung wie Inkulturation…

 

IM: Wenn man tiefer schaut, was ist die Inkulturation? Also, wenn man alles abwirft… das ist ein Werbelauf, nichts anderes. Das ist eine natürliche Evolutionsentwicklung dieser oder jener Organisation.

 

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VIDEO №6

 

Ein Videofilm über Inkulturation des Christentums in der Welt. Darin sind vorgeführt: die Ikonen aus verschiedenen Ländern mit Gestalten der Jungfrau Maria, des Erzengels Gabriel, Jesus Christus, von christlichen Heiligen, bei denen die Gesichtszüge mit den äußerlichen phänotypischen Besonderheiten dieser oder jener Völker übereinstimmen. Es werden Beispiele der christlichen darstellenden Kunst in Nordafrika, in Asien, in Nordamerika und anderen Erdteilen gezeigt. Es wird erwähnt, dass in der Welt mehr als 700 verschiedene Maria-Gestalten existieren. Es werden die Teile des Textes aus der Bibel im chinesischen Dialekt Hakka, in Arabischer Sprache, in Hindi und anderen Sprachen vorgeführt.

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Т: Igor Michailovich, aus eigener Erfahrung weiß ich, dass solch eine Frage gestellt werden kann, weil zu seiner Zeit die Information über die Inkulturation mich, offen gestanden, schockiert hatte. Weil du plötzlich in dir aufdeckst, dass dein Bewusstsein unerschütterlich, zum Beispiel Jesus oder Maria zu den Eigenen zählte, die deinem Volk ähnlich aussehen, dass sie gerade solche sind, wie du sie in der Kindheit auf den Ikonen gesehen hast. D.h., du hast daran geglaubt, es hat gepasst, jedoch hast du dich darauf beschränkt. Man kann sagen, dass du wegen eigener Faulheit und des eigenen Hochmuts in der geistlichen Erkenntnis nicht weiter gegangen bist. Deshalb sind die Schablonen des Bewusstseins umgestürzt. Das Bewusstsein hat gleich angefangen danach zu suchen, wer in Außenwelt daran Schuld hat. Aber, Gott sei Dank, lief die Arbeit an sich selbst, und es gab bestimmte sinnliche Erkenntnisse, und Dank diesen hast du verstanden, dass der Feind sich gerade in deinem Inneren befindet. Das Bewusstsein beschränkte dich, dass ausgerechnet es dich an die Bilder zu glauben, und nicht nach dem geistlichen Wesentlichen, worüber in den Lehren dieser Religion gesprochen wurde, zu suchen zwang.

 

Dann blieb jedoch noch eine Frage offen. Als ich zum ersten Mal erkannte, dass es nicht um Bilder geht, konfrontierte ich mich mit so einem Gedankenmuster vom Bewusstsein: „Wie geht das? Das ist doch Jesus! Das ist doch Maria! Wie kann ich sie während der Gebete von mir treiben, es ist doch nicht richtig“.

 

IM: Wenn du irgendeine spirituelle Praktik ausführst, und vor dir dabei ein Bild eines beliebigen Heiligen erscheint, erscheint es auf die dreidimensionale Weise, so lenke dich nicht ab. Viele Heiligen sprachen darüber. Selbst wenn vor dir Jesus oder Maria erscheinen — treibe dieses Bild weg von dir. Treibe nicht sie weg, sondern das Bild. Warum? Weil das Bewusstsein alles in ein Bild umwandelt. Das bedeutet, dass das Wesen dieses Bildes — die Ablenkung ist. Das bedeutet, dass der Mensch sich nicht im geistlichen Zustand befindet, sondern nur im veränderten Bewusstseinszustand. Dieses dreidimensionale Bild ist nichts anderes, als ein Irrtum, selbst wenn es über die richtige Sache spricht. Der unausgesprochene Sinn wird jedoch zum Nachteil für den Menschen, und keinen Nutzen bringen. Und sobald der Mensch sich in der spirituellen Praktik befindet, so nimmt er sogar dieselben Vertreter aus der Geistlichen Welt wahr, er fühlt sie, das heißt es gibt keine deutliche dreidimensionale Form.

 

Zh: Das heißt, dass er sie bereits fühlt, und nicht sieht.

 

IM: Er fühlt.

 

Zh: Seine Aufmerksamkeit lenkt er bereits nicht mehr ab …

 

IM: Natürlich.

 

Zh: Den Menschen wird doch nicht gesagt, dass zum Beispiel die Mutter Gottes ein Geist ist. Was ist in Wirklichkeit die Mutter Gottes? Weil, wenn das Verständnis „Geist“ verloren geht, so bleibt nur ein materielles Verständnis, das Verständnis, dass es „die Mutter“, dass es „der Schutz und die Fürsorge“ ist. Und hier spielt das Bewusstsein solch eine sehr arglistige Rolle mit den Menschen, weil es die Bilder als Elemente der Magie durch dieselben Religionen aktiv unterjubelt. D.h., dort wo Menschen wahrhaftig das Verständnis und die Fähigkeit erlernen sollen, die Geistliche Welt, die Welt Gottes, die Tiefgefühle zu leben, führt es überhaupt zu einer anderen Geschichte. Die Menschen bleiben bei Bildern stecken und gehen über diese Bilder nicht weiter, weil in diesem Moment das Bewusstsein die Kraft der Aufmerksamkeit des Menschen auf diese Täuschung, auf die Magie zu konzentrieren versucht. D.h., dass der Mensch, indem er zu den von anderen Menschen gezeichneten Bildern aufruft, wie ein Verbraucher für sich etwas Irdisches zu erbitten beginnt.

 

IM: Du sagst die Wahrheit.

 

Т: Als ich damit begonnen hatte, diese Frage zu studieren, so sah ich das Wissen aus dem Buch „AllatRa“ bereits mit anderen Augen. Ich verstand, dass es ursprünglich im frühen Christentum praktisch keine Bilder gab. Dort gab es Zeichen und Symbole.  

 

IM: Richtig, und deshalb wurde in der erneuerten Religion, die der Prophet Muhammed einführte, deutlich darüber gesprochen - „erschafft keine Bilder“, und sie wiesen die Bilder zurück. Warum sind bei ihnen die Ikonen verboten, selbst das Bild Mohammeds? Damit das Bewusstsein keine Bilder erschafft. Man muss es sinnlich wahrnehmen, die sinnliche Wahrnehmung muss man begreifen. Darin unterrichtete Muhammed seine Schüler ebenso: sinnlich die Geistliche Welt und die Vertreter aus der Geistlichen Welt wahrzunehmen. Jedoch nicht visuell, nicht durch die Visualisierung, nicht mit Hilfe der Halluzinationen. Darin liegt der Sinn.

 

Т: Ja, im Islam werden die Bilder als Schmuck der Heiligtümer nicht anerkannt. Die Moslems verfassen abstrakte Muster und Zeichnungen…

 

IM: Ganz genau.

 

Т: …Sie verwenden dazu Beiwörter, die Namen Gottes oder Gedichte des Korans aus der arabischen Schrift.

 

IM: Richtig, die Imame der Moslems sagen, dass diejenigen, die denken, dass Allah eine Gestalt hat, sei es die des Lichts, die eines jungen Mannes oder die eines Greises — den Allmächtigen Allah nicht kennen. Sie wissen nicht, dass es einfach nur ihre Einbildung und ihre Vorstellung bzw. ihre Illusion ist, die in Wirklichkeit nicht existiert. Das Unglück dieser Menschen liegt darin, dass sie eine Existenz ohne Körper nicht verstehen, deshalb schreiben sie hartnäckig Allah auch den Körper und die Eigenschaften eines Menschen zu. Koran sagt, dass „es nichts gibt, was Ihm ähnelt“ (hier ist Allah gemeint) …

 

Zh: Ja… Gott, Er hat keine Grenzen, so dass man sich Ihn vorstellen und gedanklich seine Natur begreifen kann.

 

IM: Ganz gleich wonach du in deinen Gedanken suchst, du wirst nichts finden können, um Sein allmächtiges Antlitz zu beschreiben, weil Er kein Antlitz hat. Er ist so allmächtig, dass nichts Ihm gleicht…

 

 Überspann

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Ganz gleich wonach du in deinen Gedanken suchst,

Du wirst nichts finden können,

um Sein allmächtiges Antlitz zu beschreiben,

weil Er kein Antlitz hat.

Er ist so allmächtig,

dass nichts Ihm gleicht..

 

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Т: Im Prinzip, gibt es jetzt eine viel umfangreichere Erklärung, was die Bilder auf den Ikonen, selbst von der Jungfrau Maria sind und was die Gottesmutter, als Geist in Wirklichkeit ist. Aber dann kam noch so eine Frage vom Bewusstsein auf: „Und wie ist das…Die Erscheinungen der Gottesmutter kommen zu den Menschen weltweit?“

 

IM: Warum verwendet das System so oft Bilder? Praktisch weltweit haben oft religiös gestimmte Menschen und sogar nicht religiös Gestimmte eine Vision der Vertreter aus der Geistigen Welt, bloß in gewohnten Bildern. Sehr oft sehen sie Jungfrau Maria als eine schnelle Helferin. Meistens ist das aber gerade die Schaffung des Antipodes von Maria. D.h., das Bewusstsein verwendet das gewohnte Bild, gerade um die Menschen im Materiellen zu festigen. Wenn der Mensch, der sich im kränklichen Zustand befindet, betet, kommt zu ihm das Bild von derselben Maria, und er wird geheilt. Was wird mit diesem Menschen geschehen? Der Glaube wird in ihm gefestigt … der Glaube im Bewusstsein, aber die Zweifel im Inneren bleiben. So ein Mensch geht nicht selbständig weiter, um sich geistlich zu entwickeln, er bleibt gerade in jenem Moment stecken, dass man ihn gewählt hat, er ist der Auserwählte, zu ihm ist man gekommen, ihn hat man gerettet. Wenn der Mensch von der Krankheit geheilt wurde, ist er denn somit gerettet?! Das ist eine einfache Frage. Wird er jetzt etwa nicht sterben? Wurde er unsterblich? Das ist ein Trick vom Bewusstsein. Was wird in diesem Menschen entstehen? Ja, der Glaube wird entstehen, auch das Verständnis... aber auch die Angst. Die Angst, die ihn dabei hindern wird in die Geistliche Welt zu gehen.

 

Worum bat er? Um das materielle Wohl, um die Lösung irgendeiner Konfliktsituation, um die Verbesserung des Lebens. Was bekam er schließlich? Er bekam solche Möglichkeit. Was geschieht mit ihm aber jetzt? Er hat Angst vor dem Verlust. Was stört ihn? Die Angst. Hat er die Chance sich geistlich zu vervollkommnen? Ja. Jedoch hat er Angst vor der Ungewissheit. Woher stammt aber die Angst? Vom Bewusstsein, von dem, der vor der Ikone um Hilfe bat. Mit der Angst sperrt das Bewusstsein den Menschen ein.

 

Zh: Das ist ein Verbraucherverhalten gegenüber der Geistliche Welt. Das heißt, er wird noch einmal bitten, wenn er …

 

IM: Unbedingt, er wird immer bitten. Er wird nichts selber machen. Warum soll man etwas selber erschaffen, wenn man darum bitten und es bekommen kann? Das ist doch einfacher.

 

Es findet jedoch auch Derartiges statt: der Mensch fühlt tatsächlich die Einmischung… ein Mensch, der im Leben etwas Gutes machen soll, oder, sagen wir, er steht auf der Schwelle vor der Wahl, er fühlt die Anwesenheit. Er versteht, dass das der Einfluss von Maria, gerade ihr Einfluss, ist. Aber er sieht kein dreidimensionales Bild. Das ist die sinnliche Wahrnehmung. Darin liegt der Sinn: eine sinnliche Wahrnehmung, oder die Magie vom System. Die Magie kommt immer vom System. Sie kommt nicht von der Geistlichen Welt. Die Geistliche Welt benötigt die Magie nicht. Warum soll sie sich in diese Welt einmischen?

 

Es gibt eine direkte Einmischung, das sind seltene Ausnahmefälle, meistens jedoch ist das einfach, sagen wir mal, ein Kredit des Vertrauens, benennen wir es so. Das ist die Manifestation jener Kraft, die gerade den Menschen zu Hilfe für die geistige Entwicklung als Persönlichkeit kommt. Man kann sie sogar auf der physischen Ebene fühlen. Es kommt den Menschen zu Hilfe. Viele Menschen verwenden jedoch diese Kräfte, um die metaphysischen Fähigkeiten in sich zu entwickeln. Sie wenden das alles zum Nachteil um. Warum? Das Bewusstsein diktiert so. Fühlt und versteht der Mensch als Persönlichkeit denn nicht, dass man gerade diese Tröpfchen des belebenden Taus aufheben und sie auf dem Weg durch die Wüste verwenden muss?

 

Т: …Und sie vermehren.

 

IM: Richtig. Das heißt, man muss sie nicht einfach nur aufsparen, sondern auch Dank ihnen diesen Weg zurücklegen. Das Bewusstsein lenkt aber hier ab und sagt: „Komm schon, investiere sie hier, — der Mensch hat die Kraft investiert, hat den Effekt gesehen. — Siehst du — es klappt! Hier hast du etwas in der Dreidimensionalität erworben“. Was kannst du aber hier erwerben, was mit dir bleibt? Nichts. Das alles ist eine Illusion, alles ist vorübergehend. Das ist das nächste Bild in deinem Bewusstsein. So funktioniert das Bewusstsein.

 

Т: Das heißt, es zwingt ihn dazu, wie Sie bereits sagten, ständig zur Quelle zurückzukehren...

 

IM: …sich diese Quelle zu wünschen. Und der Mensch strebt nach dieser Quelle, anstatt diese selbst zu werden. Er strebt nach ihr, um die Kraft zu nehmen und sie in der Dreidimensionalität zu verwenden.

 

Zh: Er kommt, um zusätzliche Kräfte zu bekommen.

 

IM: Ganz genau, für die Akkumulation der Kräfte, nichts weiter. Diese Fähigkeiten werden dem Menschen in den äußersten Fällen gegeben, nur für die Hilfe der Menschheit, sonst nicht. Warum werden diese Instrumente selten verwendet und tatsächlich selten gegeben? Weil die Menschen sie in erster Linie für die Dreidimensionalität verwenden, und nicht für das geistliche Wachstum. Manchmal werden sie jedoch einfach als eine Bestätigung oder wie man es nannte - als „Siegel“ verwendet. „Das Siegel der Kraft“ - ist das, was sich offenbart…

 

VIDEOÜBERSPANN

  
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